Innovativer Therapieansatz zur Behandlung der progressiven Myopie

 

gefördert und unterstützt durch

           ESF

 

Medical Need

Pathologische Myopie führt zu einer massiven Einschränkung der Sehfähigkeit, bis hin zur Erblindung. Bisher gibt es keinerlei wirkungsvolle, ursächliche Behandlung. Ursache der progressiven Myopie ist wahrscheinlich eine biomechanisch zu schwache Sklera (Lederhaut) des Auges, was zur anhaltenden Ausdehnung des Augapfels führt. Durch die daraus folgende Ausdünnung der Aderhaut kommt es stellenweise zu einer Unterversorgung der Netzhaut, deren Nervenzellen dann absterben. Es kann dann zum Sehfeldausfall und zur partiellen Erblindung kommen. Oft verschlimmert sich das Geschehen dann durch eine Gefäßneubildung (Neovaskularisation), da von der „hungernden“ Netzhaut Signalmoleküle abgegeben werden, die der Unterversorgung der Retina entgegen wirken sollen.

Marktpotential

Ungefähr 0,1—0,3 % der westlichen und 3,0 % (bis zu 7%) der asiatischen Bevölkerung leiden unter pathologischer Myopie [fortschreitende axiale Ausdehnung des Auges und die daraus resultierenden pathologischen Veränderungen der Aderhaut (Choroidea) und Netzhaut (Retina)].

2000

Myopie Weltpopulation:

1406 Millionen  (932-1932 Millionen)
22,9 %  (15,2 – 31,5 %)

hoch myope

163 Millionen  (86-387 Millionen)
2,7%  (1,4 – 6,3 %)

2050

Myopie Weltpopulation:

4758 Millionen  (3620-6056 Millionen)
49,8 %  (43,4 – 55,7 %)

hoch myope

938 Millionen  (479-2104 Millionen)
9,8%  (5,7 – 19,4%)

Quelle: Ophthalmology. 2016 May;123(5):1036-42. doi: 10.1016/j.ophtha .2016.01.006. Epub 2016 Feb 11.
Global Prevalence of Myopia and High Myopia and Temporal Trends from 2000 through 2050.
Holden BA et al.

Therapieansatz

Die Projektgruppe SAIS forscht seit 2009 an der Universität Leipzig an einem neuen Therapieansatz zur Behandlung der progressiven Myopie. In Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Direktor Prof. Dr. med. Peter Wiedemann) und dem Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung (Prof. Dr. med. Andreas Reichenbach) der Universität Leipzig erforschen wir den Therapieansatz und wollen ihn in die klinische Anwendung bringen.

Ziel des therapeutischen Ansatzes ist die biomechanische Stabilisierung der Augen bzw. der Lederhaut (Sklera), um so eine pathologische Augenausdehnung zu verhindern. Wir adaptieren dabei eine in der Augenheilkunde bereits seit 2004 klinisch angewandten Methode: das korneale Cross-Linking (CXL; das Kreuzvernetzen der Hornhaut).

Durch die Bestrahlung von Riboflavin (Vitamin B2) mit UV- bzw. Blaulicht werden in den Kollagenmolekülen der Sklera zusätzliche chemische Brücken gebaut.

Proof of Principle

In präklinischen Versuchen wurde der proof of principle nachgewiesen.

weiterführende wiss. Literatur

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Safety

Sicherheit und Wirksamkeit des Therapieansatzes sind nachgewiesen.

 

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Prototyp

SAIS ist zum Patent angemeldet.
Prototyp ist in der Entwicklung.

Unser Team

Fachaugenärzte

Optometristen (Diagnostiker)

Biologen

Biochemiker

Ingenieure

Physiker

Projektmanager

Business Developer

erfolgreiche Teilnahme an Businessplan Wettbewerben & Preise

5.Platz deutschlandweit

Top 10
Konzeptphase 2015

  1. Platz 2015

Gewinner Onlinepreis
2014

2. Platz 2015

in Netzwerken aktiv

Zusammenarbeit mit Industriepartner

gefördert und unterstützt durch

Kontakt

Dr. Mike Francke

Projektleitung

Dr. Joanna Stachnik

Business Development